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Krankheitsbilder

Sattelgelenkarthrose
der Verschleiß der Daumensattelgelenkes kann sehr schmerzhaft und einschränkend sein.


2. Die sogenannte Resektionsarthroplastik des Daumensattelgelenkes mit Entfernung des großen Vieleckbeines und Stabilisierung des Daumens mittels einer Sehnenschlinge.

Bei der Resektionsarthroplastik des Daumen- sattelgelenkes wird daumenseitig am Handgelenk ein Hautschnitt gelegt. Nach Eröffnung der Gelenkkapsel wird das große Vieleckbein entfernt. Somit kann sich dieser Knochen nicht mehr am I. Mittelhandknochen schmerzhaft reiben. Das Daumensattelgelenk wird von der Basis des I. Mittelhandknochens sowie der körperfernen Gelenkfläche des großen Vieleckbeines gebildet.
Da nach Entfernung des großen Vieleckbeines der I. Mittelhandknochen keinen knöchernen Aufsatz mehr besitzt, wird der Daumenstrahl mit einer Sehnenschlinge im Bereich des ehemaligen Sattelgelenkes gefesselt. Dies ergibt eine federnde Stabilisierung des Daumens und ermöglicht nach mehrwöchigen Bewegungsübungen wieder eine nahezu normale Daumenbewegung. Dies ist der große Vorteil dieser Operationsmethode gegenüber der Sattelgelenkversteifung. Nach der Operation wird der Daumen in einer Gipsschiene ruhiggestellt. Der Arm muß stets hochgelagert werden. Die nicht ruhiggestellten Finger sollten bewegt werden. Eine Schwellung am Handgelenk ist nach dieser Operation normal, sie verschwindet jedoch in den ersten 5 – 7 Tagen. Die Gipsschiene wird insgesamt 2 Wochen getragen.
Nach diesen 2 Wochen erhält der Patient eine abnehmbare Kunsstoffschiene für den Daumen, die noch ca. 4 Wochen getragen weden sollte. Nach 3 Wochen beginnen dann die aktiven Bewegungsübungen. Hierbei soll das Abspreizen und das Heranführen des Daumens sowie die Erreichbarkeit der Daumenkuppe zu den anderen Fingerkuppen geübt werden. Eine Verordnung krankengymnastischer Übungsbehandlungen oder Ergotherapie ist häufig sinnvoll.
Eine Belastung der betroffenen Hand einschließlich schweres Heben und Tragen sowie Abstützen soll jedoch in den ersten 3 Monaten nach der Operation vorsichtig erfolgen. Auch sollten gezielte Kräftigungsübungen erst nach dieser Zeit einsetzen. Insgesamt ist mit einer kontinuierlichen Besserung bis zu 6 Monaten zu rechnen. Eine mäßige Kraftminderung kann als Dauerfolge nach dieser Operation verbleiben, dafür ist der Arthroseschmerz behoben.
Es könnten theoretisch auch bei dieser Operation Komplikationen eintreten, die als allgemeine Operationsrisiken gelten: Wundentzündung, Nach- blutung, Verletzung von Sehnen, Nerven und Gefäßen, überschießende Heilreaktion mit Schwellung und schmerzhafter Bewegungseinschränkung. Zum Glück sind diese Komplikationen sehr selten, es bestehen dagegen heute auch bessere Behandlungsmöglichkeiten. Die Erfolgsaussichten der operativen Behandlung sind insgesamt sehr gut.
Besonders wichtig sei noch einmal der Hinweis, daß sich an diese Operation eine lange Nachbe- handlungsphase anschließt. Mit einem kräftigen Wiedereinsetzen der betroffenen Hand sollte nicht vor 4 – 6 Monaten gerechnet werden. Dann ist jedoch ein weitgehend schmerzfreies Bewegen des Daumens möglich.

2. Der hemiprothetische Gelenkersatz
Wenn die Gelenkform trotz der Arthrose noch weitestgehend erhalten ist, kann nach Entfernung der arthrotischen Gelenkflächen eine Prothese in den Mittelhandknochen aus Pyrocarbon eingesetzt werden. Vorteil dieser Methode ist, daß die ursprüngliche Anatomie erhalten bleibt und nur die Gelenkflächen ersetzt werden.

3. Die Versteifung des Daumensattelgelenkes.

Die Versteifung des Daumensattelgelenkes wird jedoch nur bei völlig isolierten Arthrosen (z.B. nach Brüchen im Bereich des Sattelgelenkes) durchgeführt. Wenn die benachbarten Handwurzelgelenke bereits Verschleißerscheinungen zeigen, ist diese Operation nicht mehr angezeigt.

4. Neuste Entwicklungen ermöglichen eine minimalinvasive Therapie bei beginnender Rhizarthrose: Mit einer speziellen Technik wird minimalinasiv (kleine Schnitte ohne das Gelenk zu eröffnen) in das von der Arthrose betroffenen Daumensattelgelenk ein Zwischenpolster eingebracht, das die Funktion des zerstörten Knorpels ersetzt. Vorteil diese Methode ist, daß keine Eröffnung des Gelenkes erfolgen muß und die anatomische Struktur erhalten bleibt. Ebenso ist die Erholung nach diesem ambulanten Eingriff in Lokalanästhesie sehr kurz.



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