oben

Krankheitsbilder

Dupuytren-Kontraktur
die Dupuytren'sche Kontraktur betrifft meist ältere Männer und führt zu einer zunehmenden Bewegungseinschränkung der Finger (insbesondere Klein- und Ringfinger) durch Fixierung in Beugestellung: die



Definition
Die Dupuytrensche Kontraktur, benannt nach dem französischen Chirurgen Baron Guillaume Dupuytren, ist eine gutartige Erkrankung der Bindegewebe, vornehmlich in der Hohlhand. Durch Knoten- und Strangbildung in der Hohlhand mit Übergreifen auf die Finger kann es durch einen narbenähnlichen Zug zu einer Beugestellung einzelner oder mehrerer Finger kommen. Eindeutige Ursachen sind nicht bekannt. Die Erkrankung tritt familiär gehäuft auf, Männer sind überwiegend betroffen. Nur bei deutlicher Einschränkung der Handfunktion ist eine operative Behandlung gerechtfertigt. Sie bedarf der wohlüberlegten Planung eines erfahrenen Operateurs sowie einer komplexen Langzeitführung des Patienten, um schwerwiegende Komplikationen und Rezidive zu vermeiden.

Therapie
Die Dupuytrensche Erkrankung ist nicht ausheilbar und mit einer hohen Rezidivrate behaftet. In diesem Wissen ist je nach Befund und Zeitdauer der Veränderungen zu entscheiden. Bei geringer und nahezu gleichbleibender Ausprägung über Jahre bedarf es keiner speziellen Behandlungsmaßnahmen. Operative Maßnahmen sind bei raschem Fortschreiten mit ausgeprägtem Befund und dadurch funktioneller Beeinträchtigung der Hand angezeigt. Diese Behandlung sollte in den Händen eines erfahrenen Chirurgen liegen. Über geeignete Hautschnitte in der Hohlhand wird das veränderte Bindegewebe freigelegt und entfernt. Der Eingriff sollte mit Vergrößerungs- technik (Lupenbrille) vorgenommen werden, um Blutgefäße und Nerven sicher zu schonen. In fortgeschrittenen Stadien sind zusätzliche operative Schritte, wie Gelenklösung oder auch Gelenkversteifung, oft erforderlich. Der Verschluß der Operationswunden erfolgt mit lockerer Naht, gelegentlich auch mit einer lokalen Hautlappenplastik oder die Wunde bleibt zum Teil offen. Eine Langzeitnachsorge mit intensiver kranken- gymnastischer Übungstherapie sowie Ergotherapie, einschließlich einer Versorgung mit speziellen Schienen, ist nach einer Operation unabdingbar als Vorbeugung eines Rezidivs.

Mit der Einführung des Kollagenasepräparates Xiapex (Pfizer) 2011 steht eine weitere Behandlungsform zur Verfügung. Bei isolierten Strangbildungen mit Verkrümmung der Finger kann durch Injektion dieses Mittels eine teilweise Auflösung dieser Stränge und damit eine Begradigung mit Normalisierung der Fingerbeweglichkeit erzielt werden. Ebenso wie durch die Nadelfasziotomie, bei der die Stränge mit einer dünnen Kanüle unterbrochen werden, kann die offenen Operation vermieden und eine rasche Erholung von dem ambulanten Eingriff erreicht werden.

Alle Behandlungsformen, Xiapex, Nadelfasziotomie und offene Operation werden Im Zentrum für Handchirurgie kompetent durchgeführt



« zurück
oben