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Krankheitsbilder

Bandverletzungen am Daumen
die häufigste dieser Verletzungen ist der sogenanne Skidaumen, bei dem es - meist durch Sturz auf den abgespreizten Daumen - zur Zerreißung des kleinfingerseiten Seitenbandes am Grundgelenk kommt.


Diagnostik
Bei der klinischen Untersuchung findet man neben einer Schwellung und Hämatomverfärbung einen Druckschmerz über dem betroffenen Gelenkanteil. Die Beweglichkeit ist schmerzbedingt eingeschränkt. Bei Prüfung des Kapsel-Band-Apparates fällt eine Instabilität im Bereich des betroffenen Gelenkes auf. Eine Aufklappbarkeit in Höhe des Daumengrundgelenkes von über 30 Grad spricht für den kompletten Riß ( Ruptur) des Seitenbandes. Wichtig erscheint jedoch immer der Vergleich mit der gesunden Seite. Typisch für den Skidaumen ist die „Stener-Läsion“. Der körpernahe Stumpf des ellenseitigen Seitenbandes über dem Grundgelenk schlägt sich zurück und bildet dort ein tastbares, druckschmerzhaftes Knötchen.
Die Röntgenaufnahme gibt über eine knöcherne Mitverletzung Auskunft.

Therapie
Bei eindeutigem Riß ( Ruptur) eines Bandes sollte die operative Versorgung durch Bandnaht erfolgen. So ist bei der „Stener-Läsion“ eine Heilung durch konservative Therapie nicht möglich, da die beiden Bandstümpfe keinerlei Kontakt zueinander haben. Auch bei knöchernem Ausriß eines Bandes sollte dieses, z.B. durch Schrauben oder Drähte, wieder befestigt ( refixiert) werden. Anschließend an die Operation ist die Ruhigstellung im Gips oder mit einer Kunststoffschiene für 4-6 Wochen erforderlich.
Bei Teileinrissen ( Teilruptur) sollte eine konservative Therapie durch Kühlung mit Eis, ggf. eine kurzfristige Ruhigstellung im Gips mit anschließender Bewegungstherapie erfolgen.

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