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Krankheitsbilder

Hammerzehe / Krallenzehe / Klauenzehe / Metatarsalgie
Hierbei handelt es sich um anlagebedingte oder erworbene  Fehlstellungen der Kleinzehen. Eine häufige Ursache ist z.B. eine Verdrängung der zweiten Zehe beim Hallux valgus.




Abb.2: Beugefehlstellung mit Clavus-Bildung (Hühnerauge)


Sehr leicht ausgeprägte Formen können ohne Operation behandelt werden. Hierfür eignen sich  z.B. verschiedene Einlagen, aber auch das Tragen von Bandagen,  Schienen, spezielle Pflaster sowie Physio- therapie und Fußpflege. Der Patient kann so das Fortschreiten der Fehlstellung bremsen oder aufhalten,  aber selten beheben.

Für ausgeprägte Fehlstellungen mit entsprechender Beschwerdesymptomatik können wir heute erprobte, sichere und schonende OP-Verfahren  anbieten und damit auch langfristig gute Ergebnisse erzielen.

Beugesehnen-Transfer
Bei einer flexiblen Krallenzehe (die Gelenke sind noch voll streck- und beugbar) ohne Überlänge kann die Fehlstellung oft ohne knöcherne Korrektur behoben werden. Hierfür lösen wir eine der Beugesehnen der Zehe und verlagern diese als Schlinge nach oben, sodaß diese die Zehe in korrekter Stellung nach unten fixiert. Sollte die Strecksehne in Korrekturstellung zu viel Spannung aufweisen, kann diese mit verlängert werden. In einem Teil der Fälle ist eine Fixierung mit einem Draht für einige Wochen nötig, dieser kann im Rahmen der Kontrolle in der Sprechstunde ambulant entfernt werden.

Nachbehandlung:
  • elastischer Verband für 3-5 Tage
  • Physiotherapie nach 3-5 Tagen
  • Vorfußentlastungsschuh für 2-4 Wochen
  • Zügelung mittels Bandage für 6 Wochen Tag und Nacht,
    weitere 6 Wochen zur Nacht
  • Fadenzug nach 12- 14 Tagen
  • eventuell Einlagenversorgung




Abb.4: Beugsehne am Grundgelenk



Abb.5: Operationsmethode nach Hohmann


Weil-Osteotomie
Ist die Ursache der Fehlstellung eine knöcherne Überlänge des Mittelfußknochens oder besteht eine Metatarsalgie (Schmerzen am Ballen) eventuell sogar mit Luxation im Grundgelenk, wenden wir diese OP-Methode mit sehr gute Ergebnissen an. Dabei wird der Mittelfußknochen am Grundgelenk schräg durchtrennt und verkürzt, zur zusätzlichen Druck-Entlastung des Fußballens entnehmen wir oft auch eine kleine Knochenscheibe. Der Knochen wird mit einer Spezialschraube fixiert, die in der Regel nicht wieder entfernt werden muß. Der Schnitt liegt über dem Mittelfußknochen und ist ca. 3-5 cm lang.
Oft wird dieser Eingriff mit einem der vorher genannten Verfahren kombiniert.

Nachbehandlung:
  • elastischer Verband für 3-5 Tage
  • Physiotherapie nach 3-5 Tagen
  • Vorfußentlastungsschuh für 6 Wochen
  • Zügelung mittels Bandage für 6 Wochen Tag und Nacht,
    weitere 6 Wochen zur Nacht
  • Fadenzug nach 12- 14 Tagen
  • eventuell Einlagenversorgung




Abb.7:  Durchtrennung des Mittelfußknochens
Ansicht von oben




Abb.8: Entnahme des Knochenkeils


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