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Aktuelles / Presse

11.01.2007
Professor Krimmer zum Präsidenten der deutschen Gesellschaft für Handchirurgie gewählt
RAVENSBURG (kk) – Professor Dr. med. Hermann Krimmer ist auf dem 47. Kongress der deutschen Gesellschaft für Handchirurgie zu deren Präsident gewählt worden. Die große Mehrheit der 500 Mitglieder hat für Professor Krimmer gestimmt. Nach dem nächsten Kongress in Berlin im Oktober wird Krimmer sein Amt für zwei Jahre ausüben. Er löst den bisherigen Präsidenten Professor Dr. med. Abdul Kader Martini ab.

Die deutsche Gesellschaft für Handchirurgie (DGH) ist die Interessensvertretung der Handchirurgen. Sie ist auf nationaler und internationaler Ebene tätig. Die DGH organisiert wissenschaftliche Veranstaltungen, Kongresse sowie Fort- und Weiterbildungen. Zu den Aufgaben gehört auch die Pflege des wissenschaftlichen Austauschs mit benachbarten Disziplinen wie der Chirurgie und der Unfallchirurgie sowie anderen ausländischen Fachgesellschaften. Zum Präsidenten werden nur Ärzte gewählt, die sowohl über klinische als auch über wissenschaftliche Kompetenz verfügen.

In Deutschland stellt die Handchirurgie noch keine eigene Facharztbezeichnung dar. Professor Krimmer ist seit vier Jahren Mitglied der DGH. Als Präsident der Vereinigung hat er sich für seine Amtszeit vorgenommen, die Position dieser spezialisierten Ausbildung entsprechend ihrer Bedeutung zu stärken. Zu Gute kommen ihm dabei seine persönlichen internationalen Kontakte. Er ist einer von nur vier deutschen Handchirurgen, die in der amerikanischen Gesellschaft für Handchirurgie (ASSH) aufgenommen wurden.

Seine internationale Anerkennung zeigt sich auch in seinen regelmäßigen Einladungen zu Kongressen in Übersee. Anfang März wird er auf dem Weltkongress der Handchirurgen im australischen Sydney zwei Einladungsvorträge halten sowie einen Workshop leiten. Im gleichen Monat hat ihn auch die amerikanische Fachgesellschaft zu einem Expertentreffen nach Aspen in Colorado eingeladen. Dort wird er spezielle Erfahrungen bei Fortschritten in der Behandlung von Handgelenksbrüchen vorstellen.

Die Zukunft der regionalen Handchirurgie beurteilt Professor Krimmer sehr positiv. Seit zwei Jahren leitet er das Zentrum für Handchirurgie am Krankenhaus St. Elisabeth in Ravensburg. Im vergangenen Jahr hat er gemeinsam mit seinem Team rund 1.500 Operationen durchgeführt. Meist handelte es sich dabei um komplexe Eingriffe bei schwerwiegenden Fällen wie etwa die Wiederherstellung nach Verletzungen und Erkrankungen bis hin zu Replantationen von abgetrennten Gliedmaßen. Spezielle Ver-fahren, wie sie etwa bei kindlichen Fehlbildungen erforderlich sind, führt Professor Krimmer in enger Zusammenarbeit mit der ebenfalls am Krankenhaus St. Elisabeth etablierten Kinderklinik des OSK durch.


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